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Auswertung der Fachgruppen-Bildungsumfrage

Im Jänner und Februar führte unsere Fachgruppe eine Onlineumfrage zum Thema Bildung, Stellenwert der Weiterbildung, Bildungsbudget, Präferenzen für Bildungsstandorte etc. durch. Unser Vorstandsmitglied Jörg Ströhle (zurgams) hat sich die Ergebnisse genauer angesehen.

Weiterbildung wird immer von allen als wichtiges Thema angesehen.
Alle reden davon, nur die wenigsten machen es wirklich. Zumindest lässt das den Schluss zu wenn man sieht, dass unsere Förderung "BildungsPlus" nie ausgeschöpft wird. Wir haben in der Fachgruppe ein erstes Weiterbildungsprogramm konzipiert. Wir werden in  knackigen Einheiten zu verschiedenen Themen Informations- und Bildungsangebote offerieren, um allen ein gutes Basiswissen zu vermitteln. Dazu informieren wir demnächst detailliert.

Nun zur Umfrage: Gesamt nahmen 154 (100 Prozent) Personen teil. 57 Prozent waren männlich, 43 Prozent waren weiblich.

Ausbildungsgrad der Teilnehmer
Absolvent:innen Fachhochschule 32%, Universitätsabschluss 27%, Lehrabschluss 26%, Absolvent:innen Werbedesign-Akademie 5%, übrige 19%

Die von der Fachgruppe vorliegende Erhebung zu Fragen der fachlichen Weiterbildung bilden eine nicht repräsentative Grundlage. Sie soll die Basis für die Ausarbeitung eines entsprechenden Weiterbildungsangebots bilden. Hier nun ein Überblick über die einzelnen Ergebnisse:

Grundeinstellung zur Weiterbildung (WB)
Die Einstellung zur Weiterbildung teilt die Teilnehmer in zwei große Gruppen.

47% sind der Meinung, dass man ohne Weiterbildung künftig „komplett ins Hintertreffen“ gerät.  Demgegenüber stehen 45%, die zwar der Aussage „Weiterbildung ist wichtig“ beipflichten. Sie selber verlassen sich jedoch auf ihre „gute Ausbildung“. Weiterbildung findet hier „lieber online“ – bzw. mittels Fachzeitschriften statt (Online impliziert hier das Lesen von Fachartikeln oder -magazinen).

Häufigkeit von Weiterbildung pro Jahr
Gefragt nach der Häufigkeit bisheriger WB-Aktivitäten, geben 38% ein- bis zweimal, 16% einmal an. Drei- bis viermal gönnen sich 17% und fünf bis zehnmal im Jahr sind 8% der Teilnehmer auf WB. 12% haben keine Zeit für Weiterbildung. Dass acht Prozent (12 Teilnehmer) 5 – 10mal pro Jahr Weiterbildung in Anspruch nehmen, erstaunt.

In welchen Bereichen fand Weiterbildung statt?
Befragt nach den Bereichen ihrer letzten Weiterbildung antworteten jeweils 14%: Social Media und SEO/Online Marketing.
Für neue Trends und Techniken im Bereich Grafik interessierten sich 13% und 11% machten sich im Bereich Marketing schlau.
Alle anderen Bereiche rangieren unterhalb der 10%-Marke (Webdesign, Beratung, Eigenmarketing/Eigen-PR, Contentmarketing, Kreativitätstechnik, Konzeption, Text).
Eigenartig ist jedoch, dass gleich 30% hier keine Antwort geben konnten oder wollten.

Bevorzugte Weiterbildung-Durchführungsarten
Um ein Gefühl für künftige Weiterbildung-Aktivitäten zu bekommen, wurde auch die bevorzugte WB-Art abgefragt. Hier waren Mehrfachantworten möglich. Klar ist, dass es keine außerordentliche „Favoriten“ zu geben scheint. Nur „Trainings“ rangieren mit 25% am Ende der Liste. Ganz oben – mit 48% – sind „Seminare“ vor Workshops mit 46% und Online mit 43%. Etwas abgeschlagen dann Wochenendkurse und Abendkurse mit immerhin noch jeweils 30% Zustimmung. Aber auch bei dieser Frage fällt auf, dass fast ein Drittel diese Frage nicht beantworten wollte oder konnte.

Wann war Ihre letzte Weiterbildung?
Aufgeschlüsselt in insgesamt 20 Kategorien (Marketing, Eigenmarketing, Beratung, Projektmanagement- abwicklung, Konzeption, Text, Grafik/Design, Typografie, Drucktechnik, Illustration, Recht in Agenturen, Agenturdienstleistungen, Bildsprache, Bildbearbeitung, Signaletik, Webdesign, SEO/Online-Marketing, Social Media, Contentmarketing, Kreativitätstechnik) wurde nach der letzten WB gefragt.
Mehr als 90 Prozent (!) machten hier keine Angaben. Lediglich in zwei Bereichen – Social Media und SEO / Online Marketing antworteten insgesamt 13 %.

Auffallend ist der Gap zwischen dieser Frage und jener nach der Häufigkeit der Weiterbildung. Aufzulösen ist dies nur dadurch, dass in der ersten Frage vor allem „sozial gewünscht“, mit geringem Bezug zur Wirklichkeit geantwortet wurde.

In welchen Bereichen soll künftig Weiterbildung stattfinden?
Bei den Wünschen an ein künftiges WB-Programm sind zwei Digitalthemen „vorne“. 33% wünschen sich ein Angebot zum Thema SEO Marketing, 29% zum Thema Social Media. Grafik/Design setzen 28% auf ihre Wunschliste.
Etwas mehr als ein Viertel der Teilnehmer (26%) möchten mehr über Contentmarketing erfahren, 25% über Marketing und 20% ihre Kenntnisse über Webdesign erneuern. Alle übrigen Themenfelder rangieren unter der 20% Marke.
Interessant ist, dass auch hier mehr als ein Viertel, nämlich gleich 27% der Teilnehmer keine Antwort auf diese Frage gaben.

„BildungsPlus" – das große Unbekannte

Das seit einigen Jahren bestehende „BildungsPlus“ der Fachgruppe kennen lediglich 32% der Teilnehmer. Die Mehrheit, 46% geben an, es nicht zu kennen. 21% antworteten auf diese Frage nicht. Zählt man die „Verweigerer“ dazu können 67% der Befragten mit der Förderaktion der Fachgruppe nichts anfangen.

Corona und Weiterbildung
Dass mehr als die Hälfte (52%) aufgrund von Corona in ihren WB-Aktivitäten behindert wurden scheint logisch begründet zu sein. Etwas mehr als ein Viertel, 26% geben jedoch an, dass Corona sie in Sachen WB nicht beeinflusst hat. Keine Antwort erfolgte von 22% der Befragten.

Konsum von Fachliteratur
Neues erfahren kann man auch aus Fachzeitschriften. Das tun auch 56% regelmäßig. 20% verneinen diese Frage. An der Spitze liegen HORIZONT, page und Medianet. Alle anderen Möglichkeiten sich über Fachliteratur zu informieren liegen unter 10%.                                 Jörg Ströhle