Anreizfinanzierung trifft speziell bei EPU ins Schwarze

Vom im April lancierten Impulsförderungspaket „Restart your Business“ für den Bereich Unternehmensberatung und die Kommunikationsbranche profitieren gerade Ein-Personen-Unternehmen (EPU) besonders stark – soweit eine aktuelle Auswertung der vergebenen Förderschecks. Eine parallel durchgeführte Umfrage der WKV zur Stimmungslage in den Unternehmen zeigt in beiden Branchen einen klaren Aufwärtstrend

Die Initiative, die Anfang April 2021 angesichts der pandemiebedingten Auftragseinbrüche für die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation sowie der Fachgruppe Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (UBIT) ins Leben gerufen wurde, zielt auf die Ankurbelung des Neukundengeschäftes ab. Eine aktuelle Auswertung der WKV der vergebenen Förderschecks zeigt nun, dass die Anreizfinanzierung den gewünschten Erfolg brachte: „Mit unserer Initiative haben wir genau ins Schwarze getroffen. Wir konnten allein bei uns in der Fachgruppe weit über hundert Projekte initiieren, die sonst ziemlich sicher nicht realisiert worden wären. Ein echter Mehrwert für die Branche, aber vor allem auch die Vorarlberger Wirtschaft, die feinste Kreativarbeit erhalten hat“, betont Martin Dechant, Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. Gerade Ein-Personen-Unternehmen (EPU) haben vom Impulsförderungspaket „Restart your Business“ besonders stark profitiert. „Für sie kam die Initiative im richtigen Augenblick“, unterstreicht Wirtschaftslandesrat Marco Tittler, der als Vertreter des Landes „Restart your Business“ unterstützt. Für Neugeschäfte in den beiden Fachgruppen wurden 200.000 Euro an Fördergeldern zur Verfügung gestellt. Finanziert wurden sie gemeinsam von der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), den Fachgruppen und dem Land Vorarlberg.

Knapp 250 Projekte angestoßen
Die Pandemie hat sich bei vielen Mitgliedsbetrieben negativ auf deren Auftragssituation ausgewirkt. Gerade bei kleineren Unternehmen hat ein starker Auftragsrückgang oft fatale Folgen – und von den 900 Mitgliedsbetrieben der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation beispielsweise sind über 90 Prozent Kleinstunternehmen: GrafikdesignerInnen ebenso wie Werbe-, PR- oder Web-Spezialist*innen. „Vor allem EPU konnten durch den Impuls Projekte initiieren oder pausierte Aufträge wieder aufleben lassen“, erklärt Marco Tittler. Insgesamt wurden 233 Projekte beider Fachgruppen gefördert, 56 davon waren Kooperationen. Mehr als hundert geförderte Aufträge waren Mitgliederprojekte der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation. Während das Kontingent an Förderschecks im Kreativbereich bereits ausgeschöpft ist, gibt es für Mitglieder der Fachgruppe UBIT noch genügend Förderkontingent. Kooperationsprojekte von Werbeagenturen/GrafikerInnen mit Mitgliedern der Fachgruppe UBIT können weiterhin zur Förderung eingereicht werden.

Aufbruchsstimmung
Die Unternehmensberatung und die Kreativwirtschaft befinden sich in einer Ausnahmesituation mit bisher noch schwer einschätzbaren Auswirkungen. „Für manche unserer Mitglieder war es ausgesprochen schwierig, entsprechende Umsätze zu generieren. Viele Projekte wurden von den auftraggebenden Unternehmen aufgrund von Corona auf Eis gelegt. Umso mehr freut es uns jetzt zu sehen, dass die Maßnahme Wirkung zeigt. Das Impulsförderungspaket ist ein schöner Erfolg. Es zeigt auch, dass wir die Zusammenarbeit stark forcieren konnten“, erklärt Benedicte Hämmerle, Obfrau der Fachgruppe UBIT. „Das Impulsförderungspaket hatte auch direkte Auswirkung auf die wirtschaftliche Situation in der Branche und damit auch auf die Stimmung der Kreativschaffenden. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage vom Mai 2021“, betont Martin Dechant und resümiert weiter: „Das haben wir auch der ausgezeichneten Kooperation und dem schnellen Handeln von Land, WKV und der Fachgruppe UBIT zu verdanken.“