Gastbeitrag: Social Shopping – die digitale Version des Einkaufsbummels

Ohne Social geht nichts mehr: Wer heute Konsum-Güter erfolgreich an die Frau und den Mann bringen will, kommt an den sozialen Medien nicht mehr vorbei. Monika Erne widmete sich einer Social Shopping Studie, deren Inhalt sie für uns aufbereitet hat:

Nutzerbewertungen von Herstellern, Produkten und Dienstleistungen oder Händlern über soziale Medien wirken wahrhaftiger und damit wertvoller als eigene Referenzen auf der Homepage. Amazon usw. lassen die Nutzer Sternchen für die bei ihnen gelisteten Händler-Shops vergeben und in Foren werden speziell teurere Konsumgüter gerne und ausführlich vom Endverbraucher besprochen.

Längst hat sich der Einkaufsbummel vom Ladengeschäft auch in das Internet verlagert: die Millennials und Digital Natives informieren sich, suchen und kaufen online. Weil sich aber die menschliche Natur nicht grundlegend geändert hat, sollte das Einkaufen auch in der digitalen Welt ein soziales – gemeinschaftliches – Erlebnis sein.

„Shoppen, Stöbern, Schwatzen“
Die Antwort darauf heißt Social Shopping.
Im Unterschied zu „normalen“ Onlineshops bieten Social Shopping-Portale die Möglichkeit, mit Freunden zu interagieren – oder stellen die Social Media-Komponente sogar in den Vordergrund.
Digitale Mund-zu-Mund-Propaganda, die nachhaltiger als so manch großangelegte Werbekampagne wirken dürfte, weil wir unseren Freunden - und deren Empfehlungen - eher vertrauen, als einem Unternehmen.

Gemeinschaftlicher Fun-Faktor
Der klassische Einkaufsbummel mit Freunden ist also definitiv ein Auslaufmodell. Vielmehr werden soziale Netzwerke wie Facebook oder Instagram nach Ideen durchstöbert und verschiedene Anbieter auf Bewertungsportalen verglichen. Weil aber Einkaufen ohne soziale Interaktion nur halb soviel Spaß macht – suchen Kunden auch im Web nach dem gemeinschaftlichen Fun-Faktor. Wer seinen Kunden also ein „mehr“ an Spaß bieten kann, schafft genau den begehrten Mehrwert. Hier liegt das Potenzial von Social Shopping: durch die Integration von E-Commerce in Social Media oder durch Social Shopping-Portale (Plattformen, auf denen einzelne Produkte oder Händler bewertet, zu Favoriten erklärt, mit anderen geteilt und von diesen ein Feedback eingeholt wird, der Kauf selbst ist nicht die wichtigste Aktivität) wird der Einkaufsbummel erfolgreich in die digitale Welt verlegt.

Klein und Groß haben die gleichen Chancen
Egal, ob online oder offline: Kunden kaufen heute nicht automatisch bei Ihnen, weil Ihr Produkt das beste oder einzige seiner Art ist. Um neue Kunden zu akquirieren und bestehende Kunden zufrieden zu stellen, müssen Sie diesen einen Mehrwert bieten.

Daher gilt: Machen Sie das digitale Einkaufen zum Erlebnis, das Spaß macht – und Sie werden davon profitieren. Ob kleiner Handwerksbetrieb oder großes Handelsunternehmen – wer jetzt den sozialen Aspekt in seine digitalen Vertriebskonzepte involviert, und teilen, bewerten und „gefällt mir“-Angaben ermöglicht, erschließt künftige Absatzpotenziale.