Kamerafrau Siri Klug zu Gast an der FH Vorarlberg

„Bildsprache als Werkzeug des Storytellings“ – so lautet das Thema des Vortrags von Siri Klug, die am 2. März, um 19.00 Uhr zu Gast an der FH Vorarlberg ist. Die Kamerafrau geht anhand von Filmbeispielen verschiedenster Filmemacher und anhand eigener Arbeiten der verwendeten Bildsprache, deren Strategie und Wirkung auf den Grund.

Siri Klug hat für zahlreiche nationale und internationale Produktionen als Kamerafrau gearbeitet. Sie lernte bei Michael Ballhaus (Gangs of New York), Hans Fromm (Wolfsburg) und übernahm bei Reinhold Vorschneider (Orly) die zweite Kamera. „Eng mit diesen erfahrenen Filmemachern zusammenzuarbeiten hat mir geholfen, meinen eigenen ruhigen Blick zu finden. Ich versuche erst zu hören und dann zu schauen, um die Vorstellungen meiner Regisseure umzusetzen. Mein Ziel ist es nicht nur, den perfekten Bildausschnitt zu finden, sondern den Zuschauer näher an das heranzubringen, wonach wir alle suchen: Sensibilität und Leidenschaft.“ So beschreibt die gebürtige Vorarlbergerin ihre Arbeit. Für Siri Klug trägt die Bildsprache die Aufgabe, den Zuschauer sehen, vor allem aber fühlen zu lassen.

In ihrem Vortrag geht sie der Frage nach, welche Möglichkeiten es neben Licht, Bewegung und Bildausschnitt gibt, um die „innere Sprache“ einer Geschichte in Bildsprache zu übersetzen. Welche Strategien stehen zur Verfügung, damit anspruchsvolle visuelle Zielsetzungen nicht zur erzählerischen Sackgasse werden? Und wie vermeidet man es, sich in der Vielfalt der Möglichkeiten, nicht in einer Beliebigkeit der Bilder zu verlieren? Diese und andere Fragen wird Siri Klug in ihrem Vortrag beantworten.
Alle Filmschaffenden und Filminteressierten sind herzlich dazu eingeladen.

Der Vortrag findet am Freitag 2. März um 19 Uhr in der Aula der FH Vorarlberg statt.