Nolde Luger: Ausstellung wurde bis Ende Monat verlängert

Nur noch eine knappe Woche kann die Sonderausstellung "Reinhold Luger - Grafische Provokation" im vorarlberg museum besichtigt werden. Die außergewöhnliche Schau wurde u.a. durch die mehrwöchige, coronabedingte Schließung - bis 30. August verlängert.

Für Branchenmitglieder ist diese vom vorarlberg museum in Zusammenarbeit mit der Landesbibliothek erarbeitete Ausstellung ein absolutes Muss.

Ob beim Flint-Festival (1970/71) oder bei den Bregenzer Randspielen (1972–1976) – der Grafiker Reinhold „Nolde“ Luger war einer der Anführer der kulturellen Protestbewegung in Vorarlberg und lieferte stets gleich die passenden Drucksorten mit: bissige Plakate, Karikaturen, Pamphlete und Flugblätter. Später, von 1983 bis 2003, entwarf er für die Bregenzer Festspiele zeitlos schöne Plakate zu sämtlichen Opernproduktionen. Heute kennt beinahe jeder in Vorarlberg Arbeiten des Grafikers: Denn er zeichnet verantwortlich für Logos von Städten und Gemeinden, für die Gestaltung von Stadt- und Landbusflotten samt den typischen Stelen an deren Haltestellen, er entwarf Leitsysteme für Gebäude und öffentliche Räume. Eingebettet in den kultur- und zeitgeschichtlichen Kontext bringt die Ausstellung zahlreiche Beispiele aus Lugers konstruktiv kritischem Schaffen.