Was bringt die 3. COVID19 Notmaßnahmen-Verordnung?

Die neuen Regelungen sind mit 25. Jänner 2021 in Kraft getreten und sollen nach derzeitigem Stand bis 3. Februar 2021 gelten. Für die Werbebranchne gilt das Grundprinzip für alle: Tunlichst alles auf elektronischem Weg durchführen.

Überblick über die wichtigsten Neuerungen:

  • Vergrößerung des Mindestabstands von 1 Meter auf 2 Meter

  • Pflicht des Tragens einer FFP2-Maske in vielen Bereichen

  • wöchentliche Berufsgruppentestungen insbesondere für ArbeitnehmerInnen mit unmittelbaren Kundenkontakt

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu den Covid-19 Maßnahmen finden Sie in den FAQs.

Zusätzlich zu den bundesweiten Maßnahmen gelten in bestimmten Gebieten von Österreich auch (zusätzliche) regionale Gesundheitsschutzauflagen. Eingehendere Informationen zu den regionalen Maßnahmen finden Sie auf corona-ampel.gv.at.

Zusätzlich zu den bundesweiten Maßnahmen gelten in bestimmten Gebieten von Österreich auch (zusätzliche) regionale Gesundheitsschutzauflagen. Eingehendere Informationen zu den regionalen Maßnahmen finden Sie auf corona-ampel.gv.at.

Welche Schutzmaßnahmen müssen Unternehmen im Werbebereich einhalten?

Für den Betreiber und die Mitarbeiter im Werbebereich gilt folgendes:

  • Betreiber und Mitarbeiter haben in geschlossenen Räumen am Arbeitsort (reiner Bürobetrieb ohne Kundenverkehr) eine den Mund- und Nasenbereich abdeckende und eng anliegende mechanische Schutzvorrichtung zu tragen (MNS) und einen Mindestabstand von 2 m einzuhalten, sofern ein physischer Kontakt nicht ausgeschlossen werden kann oder das Infektionsrisiko nicht durch sonstige Schutzmaßnahmen (z.B. Trennwände gegenüber den KollegInnen) minimiert werden kann.

  • Arbeitnehmer mit unmittelbaren Kundenkontakt dürfen den Arbeitsort nur betreten, wenn sie spätestens alle 7 Tage einen Antigen-Test oder einen molekularbiologischen Test durchgeführt haben, der ein negatives Ergebnis aufweist.
    Ein entsprechender Nachweis ist dem Arbeitgeber vorzuweisen. Auch wenn ein negatives Testergebnis vorliegt haben Mitarbeiter mit unmittelbaren Kundenkontakt einen MNS zu tragen.
    Kann der Testnachweis nicht vorgewiesen werden, muss der Arbeitnehmer bei unmittelbaren Kundenkontakt anstelle des MNS eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil (oder ein äquivalenter bzw. höherwertiger Standard) tragen. Der Mindestabstand ist einzuhalten (unabhängig von der Maske).


Dürfen Geschäftskunden empfangen werden?

Das Betreten des Kundenbereichs ist zulässig, wobei folgende Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten sind:

  • Mindestabstand von 2 m zwischen Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben

  • Kunden haben stets eine FFP2-Maske ohne Ausatemventil (oder äquivalenter bzw.  höherwertiger Standard) zu tragen, auch wenn der Mitarbeiter/Betriebsinhaber der Betriebsstätte einen MNS tragen kann

  • Betreiber und Mitarbeiter mit unmittelbaren Kundenkontakt: siehe Ausführungen oben

  • pro Kunde müssen 10 m² zur Verfügung stehen (sollte der Kundenbereich kleiner als 10 m² sein, darf jeweils nur ein Kunde den Kundenbereich betreten)

Alle zulässigen Dienstleistungen sind aber tunlichst im elektronischen Wege anzubieten.


Welche Schutzmaßnahmen müssen am Arbeitsort/Ort der beruflichen Tätigkeit innerhalb und außerhalb der eigenen Betriebsstätte beachtet werden?

  • Am Ort der beruflichen Tätigkeit ist der Mindestabstand von mindestens 2 m einzuhalten.

  • Sollte die berufliche Tätigkeit in einem geschlossenen Raum stattfinden, ist zusätzlich zum Mindestabstand auch ein MNS zu tragen, sofern nicht ein physischer Kontakt zu anderen Personen ausgeschlossen werden kann oder durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen (zum Beispiel Trennwände im Büro) das Infektionsrisiko minimiert werden kann.

  • (Bei Arbeitnehmern mit unmittelbaren Kundenkontakt siehe oben: Antigentest und MNS bzw. FFP2-Maske ohne Ausatemventil (oder ein äquivalenter bzw. höherwertiger Standard), Mindestabstand).


Was muss bei Tätigkeiten wie z.B. Werbemittelverteilung, Plakatieren und Promotion im Freien beachtet werden?

  • Bei Dienstverrichtungen im Freien (z.B. Werbemittelverteilung, Plakatieren, Spenden/Sponsoring mit Face-to-Face-Kontakt im öffentlichen Raum) ist ein Mindestabstand von 2 Metern zu anderen Mitarbeitern und/oder Kunden einzuhalten.
  • Bei Tätigkeiten mit unmittelbaren Kundenkontakt siehe oben:

    • Antigentest und MNS bzw. FFP2-Maske ohne Ausatemventil (oder ein äquivalenter bzw. höherwertiger Standard),

    • Mindestabstand.


Was ist bei Veranstaltungen, Meetings und Beratungsgesprächen zu beachten? Zulässig sind:

  • unaufschiebbare berufliche Zusammenkünfte, wenn diese zur Aufrechterhaltung der beruflichen Tätigkeiten erforderlich sind und nicht in digitaler Form abgehalten werden können (z.B. Bürobesprechungen von verschiedenen Abteilungen, Meeting mit mehreren Geschäftspartnern etc.)

  • Zusammenkünfte zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus-und Fortbildungszwecken (z.B. Seminare), sofern eine Abhaltung in digitaler Form nicht möglich ist

  • in Fällen der unbedingt erforderlichen Zusammenkunft zu beruflichen Aus- und Fortbildung sowie bei beruflichen Zusammenkünften im Kundenbereich von Betriebsstätten (d.h. mit Dritten) ist der Mindestabstand von 2 m einzuhalten und ein MNS zu tragen;

  • der Mindestabstand darf bei Veranstaltungen zu unbedingt erforderlichen Aus- und Fortbildungszwecken ausnahmsweise unterschritten werden, wenn durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko minimiert werden kann;

  • kann aufgrund der Eigenart der Aus- oder Fortbildung der MNS nicht eingehalten werden, ist durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen das Infektionsrisiko zu minimieren;

  • die 10 m²-Regelung pro Kunde gilt bei Zusammenkünften zu unbedingt erforderlichen beruflichen Aus- und Fortbildungszwecken sowie bei Zusammenkünften zu unaufschiebbaren beruflichen Zusammenkünften nicht;

  • für Mitarbeiter des Veranstalters mit unmittelbaren Kundenkontakt sowie für Vortragende sind zusätzlich die Sicherheitsbestimmungen des unmittelbaren Kundenkontakts zu beachten (FFP2-Maske oder Testung kombiniert mit MNS).


Welche Regelungen gelten für berufliche Fahrgemeinschaften?

  • In Fahrzeugen des Arbeitgebers: max. 2 Personen (einschließlich Lenker) pro Sitzreihe und FFP2-Maske ohne Ausatemventil (oder ein äquivalenter bzw. höherwertiger Standard); eine „Freitestung“ mit MNS-Pflicht anstelle der FFP2-Maskenpflicht sind hier nicht vorgesehen.


Welche Regelungen gelten bei Werbefilm-Aufnahmen?

Auf der Website des Fachverbands der Film- und Musikwirtschaft finden sich alle Informationen, unter welchen Bedingungen Dreharbeiten oder Tonaufnahmen zulässig sind, was berücksichtigt werden muss und was weiterhin verboten ist.

Nähere Informationen zum Thema:


Weitere Informationen zur Investitionsprämie:

https://www.aws.at/corona-hilfen-des-bundes/aws-investitionspraemie/