Wissensaustausch beschleunigen – digitale Branche macht es vor

180 Experten im Bereich Software-Entwicklung aus elf Ländern haben vom 25. bis 28. Jänner 2018 an der Agent Conf in Dornbirn und Lech teilgenommen. Ziel : Den Wissensaustausch zu beschleunigen, für Inspiration und Vernetzung zu sorgen. Eine Notwendigkeit, die für den Standort Vorarlberg als grundlegend erachtet wird.

Die Organisatoren der Konferenz, ein Spin-off-Team der Digitalen Initiativen, haben bewusst dieses Format von Wissensaustausch, gekoppelt mit Networking beim Schifahren in Lech, gewählt. „Die Konferenz stellt für die Teilnehmer nicht nur eine Möglichkeit dar, ihre technischen Fähigkeiten zu erweitern und von den neuesten Technologien zu hören, sondern sich in die Community zu integrieren und persönlich zu vernetzen“, so Guntram Bechtold, der gemeinsam mit Thomas Vogel, Daniel Rotter, Phuc Le und Kaury Ramos die Konferenz organisiert und durchgeführt hat.

Mehr Umsetzungsgeschwindigkeit, höhere Qualität

Guillermo Rauch, Benedikt Meurer, Max Stoiber – um nur drei Weltklasse-Programmierer von den 16 Speakern zu nennen – konnten als Referenten für die Konferenz gewonnen werden. Der aus Österreich stammende Max Stoiber, der weltweites Ansehen in der innovativen Software-Entwicklung genießt, hat als Keynote-Speaker der Konferenz aufgefordert, das eigene Wissen in Open Source Projekte einzubringen. Open Source Software-Programme entstehen dadurch, dass verschiedene Programmierer zur Weiterentwicklung beitragen, indem sie ihr Wissen in das offene Projekt einbringen - evtl. vergleichbar mit der Wissens-Plattform Wikipedia. Jeder kann die Software-Programme  verwenden und für seine Zwecke adaptieren. So müssen Entwickler von neuen Anwendungen nicht immer bei Null beginnen, sondern können auf einen Stamm bewährter Software zurückgreifen.

Max Stoiber nennt als Grund der geringen Verbreitung des Open Source Denkens die unterschiedliche Herangehensweise im Vergleich mit anderen Wirtschaftsbereichen. Eigenes Wissen in ein offenes Projekt einzubringen hat sehr viel mit Aufgabe von Kontrolle zu tun - und mit Vertrauen. Der Vorteil dieser Arbeitshaltung: Die Entwicklung schreitet rascher voran, sie hat mehr Qualität, weil andere Experten ebenso darauf schauen. Zudem sind die Beitragenden mit vielen guten Programmierern in Kontakt. Vielleicht auch ein Modell für andere Branchen und Felder, in denen mehr Umsetzungsgeschwindigkeit gewünscht ist.

Nutzen der Agent Conference für die Region

Juan, 27 Jahre alt, Chief Technical Officer im eigenen Start-up-Unternehmen „Gronda“ in Innsbruck mit 20 Mitarbeitern führt den Nutzen des Konferenzbesuchs an: „Für mich ist das Networking sehr wichtig und dass ich über den „State of the Art“ in der Technologie informiert bin. Die Speaker waren fantastisch.“ Die Konferenz sei hilfreich, um die Region als attraktiven Arbeitsraum für Entwickler zu positionieren. Marc, Software Engineer bei Siroop in Zürich, hat die AgentConf auf Empfehlung von Bekannten besucht, die das letzte Jahr dabei waren. „Ich schätze es, dass ich von den kleinen Neuigkeiten in der Software-Entwicklung gehört habe und inspiriert worden bin.“ Eine Teilnehmerrunde der Vorarlberger Firma Omicron schwärmt von den tiefen Einblicken, die der Speaker Benedikt Meurer in die Software-Entwicklungen von Google gegeben hat. Man darf gespannt sein auf die Agent Conf 2019.

Facts:

Die Agent Conference fand zum zweiten Mal in Vorarlberg statt.
2 Tage Konferenz, 2 Tage Skifahren in Lech.
1 Workshop, 16 Vorträge.
16 Speaker aus Österreich, Deutschland, Spanien, Portugal, Griechenland, Mazedonien, Schweden, Niederlande, USA, Argentinien, Russland.
Ca. 180 Teilnehmer
Veranstaltungsort: Spielboden Dornbirn und Lech

Veranstalter:
Spin-off-Team der Digitalen Initiativen

Sponsoren:
Hauptsponsor: Massive Art. Sponsoren: Omicron, Facebook, Land Vorarlberg, Russmedia Digital, Startup Stube, WKO, BWS, Wirtschafts-Standort Vorarlberg