Interview: Fritz Nussbaumer

Nach 28 Jahren in der Printmedienbranche gründete Fritz Nussbaumer 2003 die Medienagentur wap media. Seit dem Frühjahr 2011 bietet die Agentur für Werbeanzeigen digitale City Light Boards in ihrem Portfolio mit an. Außerdem ist Nussbaumer seit 2005 Mitherausgeber des Weekend-Magazins in Vorarlberg.

Um Wirkung zu erzielen, muss Werbung mindestens zwei Anforderungen erfüllen: Sie muss in Form und Inhalt effektiv gestaltet und dann aber auch richtig geschaltet werden. Digitale Werbung ist nicht mehr wegzudenken. Sind digitale Werbeformen inzwischen wichtiger als die sogenannte „klassische“ Werbung?
"Die rasante Entwicklung der Digitalisierung nimmt in allen Bereichen unseres Alltags zu. Es geht natürlich um ein optimales Zusammenspiel zwischen klassischen Medien sprich Anzeigen, Plakate, etc. und digitalen Medien. Wichtig ist, dass Werbung immer Aufmerksamkeit, Interesse, Verlangen und Aktion schaffen muss – und das gilt natürlich auch für digitale Werbeformate.
Der Mix macht's – der Mix aus klassischen Maßnahmen und neuen Medien. Wichtig ist es für jedes Unternehmen zu analysieren, wo und wie man seine Zielgruppe erreichen kann."

Allen Online-Medien zum Trotz – an der Außenwerbung führt kein Weg vorbei. Sie hat einen seit Jahren ansteigenden Anteil am österreichischen Werbeaufkommen. Wie sehen Sie die Entwicklungen?
"Weiterhin sehr positiv. Außenwerbung ist immer noch präsent, wurde aber in seiner ursprünglichen Form modernisiert, beispielsweise durch digitale City Light Boards mit LED-Screens. Print- und andere Informationsmedien hingegen stehen im direkten Vergleich zu Online-Medien und somit im Verdrängungswettbewerb. Fast jede/r ist online und erhält die täglichen Informationen schneller und einfacher über Internetplattformen wie Google, Facebook, Twitter und so weiter."

wap media bietet nun für Unternehmen eine neue Präsentationsmöglichkeit, die beide Kategorien miteinander verbindet.
"Ja, das klassische Plakat in digitaler Form. Das ist nichts anderes als eine Werbebotschaft auf einem überdimensionierten Computerbildschirm mit zehn Quadratmeter Bildfläche. Das Erscheinen auf den Großscreens erfordert keine großen Vorarbeiten. Es fallen keine Druckkosten für Plakate oder Transparente an. Der Vorteil ist die absolute Flexibilität und das hohe Kreativpotential für die Umsetzung von Werbekampagnen."