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Interview des Monats

Prof. (FH) Dipl.-Ing. Heidi Weber ist 
Studiengangsleiterin InterMedia 
FH VORARLBERG 
University of Applied Sciences und steht damit einer der „Kaderschmieden“ im Kommunikationsbereich vor. Sie selbst hat in Stuttgart Medientechnik studiert, war Studioleiterin, Drehbuchschreiberin und Regisseurin und Projektleiterin in TV- und Multimediaunternehmen und ist seit 2003 an der FH Dornbirn tätig.

Wie sehen Sie die Rolle der InterMedia Bachelor- und Masterstudien für die Kommunikationsbranche in Vorarlberg?

Ich halte InterMedia für ausgesprochen wichtig für die Kommunikationsbranche – insbesondere in Vorarlberg. Viele finden nach dem Studium ihren Arbeitsplatz im Land, einige machen sich sogar selbständig. Diejenigen, die aus Vorarlberg weg gehen, sind zumeist sehr erfolgreich und fungieren als wichtige Botschafter für Vorarlberg im In- und Ausland. InterMedia-Studierende sind in der Branche auch sehr gefragt. Ich werde immer wieder von potentiellen ArbeitgeberInnen angesprochen, die speziell InterMedianerInnen für Ihre Unternehmen suchen.

Finden Agenturgründungen bereits während des Studiums statt?

Ja, einige machen sich schon im Lauf des Studiums selbständig. Natürlich ist dies hauptsächlich im Masterstudium der Fall. Die meisten gründen aber nicht gleich eine Agentur, sondern sind zuerst als Selbständige tätig.

Werden diese von der FH im Studienplan berücksichtigt/vorbereitet?

Im Bachelor fördern wir Agenturgründungen nicht, da wir es für sinnvoll erachten, erst das vertiefende Wissen des Masters sowie zusätzlich Berufserfahrung zu haben, bevor man sich selbständig macht. Allerdings unterrichten wir auch dort Aspekte wie Medienrecht und Kalkulation, da dies auch MitarbeiterInnen in verantwortlichen Positionen verstehen müssen. Im Master bieten wir spezielle Lehrveranstaltungen zu Führung und Selbständigkeit an. Außerdem haben wir durch die Modulbibliothek ein breit gefächertes Angebot an Lehrveranstaltungen, die auf die Selbständigkeit vorbereiten.

Wie ist das Zahlenverhältnis von Vorarlbergern und auswärtigen Studenten bei den InterMedia Bachelor- und Masterstudien?

Das Zahlenverhältnis sieht im Bachelor so aus: es sind doppelt so viele Österreicher wie ausländische Studenten, von den ÖsterreicherInnen sind ca. 4 von 5 aus Vorarlberg.
Im Masterstudiengang ist das Verhältnis Österreichische Studenten/ausländische Studenten ungefähr 1:1; von den ÖsterreicherInnen kommen ca. 3 von 4 aus Vorarlberg.

Verkaufen sich Studienabgänger „unter Wert“ oder marktkonform?

Die meisten InterMedianerInnen wissen, dass sie mit einer sehr guten Ausbildung und einem soliden, breit gefächerten Wissen in den Arbeitsmarkt treten und bewerben sich auch entsprechend um Stellen.
Leider gibt es auch in Vorarlberg bei manchen Unternehmen noch die irrige Ansicht, dass die naturgemäß nach dem Studium nicht vorhandene Berufserfahrung gleichzusetzen ist mit nicht vorhandenem Wissen. Dies führt zu Missverständnissen und sehr schlechten Angeboten, die frische AbsolventInnen verunsichern und sie verführen Positionen anzunehmen, die ihnen nicht angemessen sind.