Interview des Monats

Wolfgang Pendl, Geschäftsführer von Pzwei. Pressearbeit, ist am Donnerstagmittag einstimmig zum neuen Obmann der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation gewählt worden. Im Interview skizziert er seine Pläne für die Vorarlberger Kommunikationsbranche.

Wolfgang, Du arbeitest seit zehn Jahren in der FG mit und bist neu zum Obmann gewählt worden. Wie nimmst Du die Vorarlberger Kommunikationsbranche wahr?

"Wir haben über 700 Mitglieder – eine bunte Vielfalt mit vielen kreativen, höchst professionellen Köpfen. Es gibt in unserem Land hervorragende SpezialistInnen, die teils auch international tätig sind. Und es gibt eine breite, sehr lebendige Basis von Agenturen und Dienstleistern, die für die Wirtschaft des Landes alle wichtigen Kommunikationsleistungen in hoher Qualität anbieten.

Das ist wie im Sport: Wir brauchen sowohl Breitensport als auch den Spitzensport. Wir müssen Angebote für beide Bereiche schaffen, damit sich die Kommunikationsbranche weiter positiv entwickelt."

Wie kann das gelingen? Was möchtest Du verändern?

"Martin Dechant – und vor ihm auch Reinhard Kogler – haben als Obleute eine gute Basis gelegt: der Werbepreis AdWin, ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, die Kommunikation über Website, Newsletter und Social Media, der Agentur-Leitfaden. Da können wir aufsetzen, weiter entwickeln, optimieren.

Neue Akzente will ich im Bereich Weiterbildung setzen und das bestehende Angebot ausbauen. Zusätzlich werden wir die Mitglieder in unternehmerischen Fragen stärker unterstützen: Welche Versicherungen brauche ich für meinen Betrieb? Welche rechtlichen Bedingungen gibt es, wenn ich für Kunden im Ausland arbeite? Wie können Kooperationen gelingen? Vor diesen Fragen steht jeder und jede Selbstständige – besonders aber Ein-Personen-Unternehmen.

Ganz wichtig ist mir: Das Programm der Fachgruppe soll gemeinsam mit den Mitgliedern entstehen. Es wird sich nicht ein kleiner Kreis von gewählten Mandataren etwas ausdenken. Wir müssen die Fachgruppe zu einer Plattform machen, wo sich alle einbringen können und sollen."

Gibt es konkrete erste Schritte?

Ja! Drei ganz konkrete Punkte:
1. Wir starten noch vor dem Sommer eine Veranstaltungsreihe, die sich den unternehmerischen Fragen speziell von Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstbetrieben widmet.
2. Wir werden ab sofort Budgets und Rechnungsabschlüsse auf der Website veröffentlichen. Die Mitglieder sollen noch stärker als bisher sehen, was passiert – auch in finanzieller Hinsicht.
3. Wir wollen keine mehrfachen Grundumlagen innerhalb der Fachgruppe mehr einheben. Auch wenn jemand zwei Gewerbescheine hat, beispielsweise als Texter und Grafiker, soll er jedenfalls nur einmal bezahlen.