Interview des Monats

Die Großwalsertalerin Magdalena Türtscher (Jg. 1991) ist Diplom-Grafikdesignerin und Inhaberin von "Magma – Büro für Gestaltung und Kommunikation" in Frastanz und startete heuer mit einer Wildcard beim AdWin und reichte zwei Arbeiten ein. Sie errang eine Auszeichnung in der Printkommunikation sowie eine Nominierung.

Sie waren Ersteinreicherin zum AdWin - und dann gleich eine Auszeichnung?
Magdalena Türtscher: Ja, es ist natürlich eine große Freude, dass meine Arbeit von einer internationalen Jury ausgezeichnet wurde. Es bestärkt mich sehr, auf meine eigene Art und Weise weiterzuarbeiten. Eingereicht habe ich zwei Projekte die aus meinem Büro für Gestaltung  und Kommunikation - Magma (www.buero-magma.at) stammen. Mit dem Zeitzeugen CD-Booklet wurde ich in der Kategorie Kultur und Soziales nominiert und mit dem Alchemilla-Buch habe ich den AdWin für die Kategorie Printkommunikation gewonnen. Gewerblich gesehen ist mein Büro Magma ein Netzwerk aus Grafikern, Textern und Programmierern. Der Name Magma ist ein Synonym für die Dinge im Leben, die man mag.

Sie sind auch für die Stadt Feldkirch tätig - was sind dort Ihre Aufgaben?
Magdalena Türtscher: Ich übernehme zum einen den Großteil der grafischen Gestaltungen der Eigenveranstaltungen des Stadtmarketings und Montforthauses und zum anderen die Ausarbeitungen der touristischen Drucksorten.  Zu meinem Aufgaben gehört das Definieren von Zielgruppen und das Entwickeln eines Kommunikationsplanes mit der jeweiligen Projektleitung und dem Marketing- und Vertriebs-Team; die Entwicklung von grafischen Linien, Druckorganisationen und Entwicklung von Websorten… etc. Auch die ArtDesign betreue ich seit 2013 in Grafik und Kommunikation - vom Folder bis zur Signaletik. Meine Arbeitsweise bei der Stadt  Feldkirch ist eigentlich identisch mit jener im eigenen Büro.

Wie geht es nach dem AdWin mit dem Büro Magma weiter?

Magdalena Türtscher: Das Büro-Magma soll vorerst genau das bleiben was es ist. Ich bin gerne flexibel und bin sehr froh über die Möglichkeit auswählen zu können, welche Projekte ich annehme. Momentan lege ich einen Schwerpunkt auf Ausstellungen, Veranstaltungen und Projekte im Kulturbereich. Spezialisiert habe ich mich in den vergangen Jahren immer mehr im Printbereich, insbesondere der Verwendung verschiedener Materialen zur Kommunikation und deren Drucktechniken. Natürlich ist das Web auch ein Thema, das nicht vernachlässigt werden darf und auch nicht vernachlässigt wird. Viele glauben, dass Printprodukte immer mehr verschwinden – meiner Meinung nach ist es elementar, sich mit Qualität zu behaupten und weniger auf Quantität zu setzen.

Ich sehe mich selbst als Dienstleisterin und weniger als Künstlerin. Meine Aufgabe besteht darin herauszuhören was der Kunde für eine Botschaft vermitteln will und diese nach bestem Wissen mit verschiedensten Möglichkeiten der Werbetechnik zu kommunizieren. Ob ich ein Projekt annehme, hängt meistens mehr von der Thematik und der Begeisterung des Kunden dafür ab, als von finanziellen Mitteln. Ich freue mich wenn meine Arbeit geschätzt wird und aus diesem Grund mit mir zusammengearbeitet wird.

Vielen Dank für das Gespräch!