Interview des Monats

Dieter Heidegger (Jg. 1972) von mshh Marketing Support ist in vielen großen Veranstaltungsprojekten im Ländle involviert. Wo man in Vorarlberg läuft, radelt und spielt hat der Hohenemser vielfach seine Hände im Spiel.

Herr Heidegger, Sie führen ein kleines aber höchst effizientes Marketingunternehmen?

Dieter Heidegger: Ich unterteile meine Unternehmenstätigkeit in zwei Bereiche: einmal das klassische Marketing wo ich u.a. für Unternehmen wie Wucher Helikopter die das komplette Marketing seit 11 Jahren an mich ausgelagert haben, tätig bin. Auch weitere kleine und größere Firmen setzen auf meine Beratung, mein Coaching oder meine Umsetzung. So die Bauinnung der WKO, Käse Moosbrugger, MyRobotCenter etc. Der zweite Bereich ist das Eventmarketing, wo der Sparkasse Dreiländermarathon wohl zur größten Veranstaltung zählt, ein zweiter Großevent ist der Highlander-Radmarathon, sowie ein Herzensevent der Schlossberglauf in Hohenems. Im Kulturbereich hängt mein Herz am Figurentheaterfestival Homunculus, ich startete die Initiaitive zum ersten Vorarlberger Mundart-Festival „alls dialekt“ zudem betreue ich das Variété am Bodensee, habe Kabarettisten-Jahrestourneen gemanagt und vieles mehr.

Dennoch bleibt noch Zeit fürs Ehrenamt?

Dieter Heidegger: So viel Zeit muss immer sein. Ich bin Vorstandsmitglied und Kassier im Marketingclub Vorarlberg, ehrenamtlicher Obmann des Verkehrsvereins Hohenems und engagiert als Vizepräsident im Verein „Kultur im Löwen“ und seit kurzem im Vorstand der WIGE Hohenems. Zu erwähnen ist, dass ich zwar keine Mitarbeiter beschäftige, aber als Zwei-Personen-Team gemeinsam mit meiner Frau arbeite. Sie macht quasi alles, was mir keinen Spaß  macht, sie hält mir den Rücken frei, in dem sie den ganzen Verwaltungskram und die Büroarbeiten ausführt, sie unterstützt mich bei Veranstaltungen, mit Telefonaten, Botendiensten etc. Ansonsten bin ich ausschließlich mit Freelancern tätig.

Sie kommen soeben von der EXPO in Mailand zurück?

Dieter Heidegger: Ich nehme von der EXPO zahlreiche Anregungen mit und empfehle allen die in der Kommunikationsbranche tätig sind wärmstens den Besuch - nicht zuletzt da wir selten so nahe an einer Weltausstellung sind wie derzeit. Es ist sehr beeindruckend was die Nationen präsentieren. Wobei manche Aussteller am Thema „Feeding the planet“ vorbeiproduziert haben oder sich in Gigantismus – wie China, Russland oder die Emirate - üben. Man kann in jedem Fall etliche Eindrücke mitnehmen. Besonders gefallen haben mir die Pavillons von Spanien und Korea in denen das Thema exzellent aufbereitet wurde. Wenn man bedenkt, dass der italienische Staat 1,5 Milliarden Euro in die Veranstaltung pumpt und die einzelnen Aussteller ebenfalls gewaltige Summen investieren  ist das Thema Nachhaltigkeit zwar enden wollend – denn Ende Oktober wird alles wieder abgerissen. Also noch rasch vorbeischauen!