Interview des Monats

Markus Wäger (Jg. 1968) selbständig als Grafikdesigner seit 1997 mit Büro in Dornbirn, ist seit 2005 Trainer und Dozent für Adobe InDesign, Illustrator und Photoshop, Grafik und Gestaltung sowie Fotografie mit mehreren Tausend Stunden Unterrichtserfahrung. Der Autor von Büchern über Photoshop, Fotografie, Grafik und Gestaltung im Gespräch.

Herr Wäger, Sie haben dieser Tage Ihr 15. Fachbuch publiziert, was sind Ihre Hauptthemen?
Markus Wäger: "Gestaltung. Darum geht es sowohl im Grafikdesign als auch in der Fotografie und dazu dienen Anwendungsprogramme wie Photoshop, InDesign und Illustrator. Es genügt nicht die Funktionen und Einstellungen einer Software oder eines Fotoapparats zu kennen um gut gestaltete Resultate zu erzielen. Es gibt keinen "Design-for-me-Button". Nur die bewusste Auseinandersetzung mit einer Aufgabe und der gezielte Einsatz der Mittel führt zu überzeugenden Ergebnissen. Computerprogramme und Digitalkameras sind nur Werkzeuge – das Können muss im Kopf und den Händen des Anwenders liegen."

Sie betreiben einen eigenen Blog, wie wird dieser wahrgenommen?
Markus Wäger: "Schwer zu sagen. Ich habe den Blog nie gezielt betrieben sondern immer nur wenn ich Zeit hatte darüber geschrieben, was mich gestalterisch gerade beschäftigte. Strategisch ist so etwas nicht schlau. Eine treue Leserschaft erwirbt man sich nur durch Kontinuität und die konnte ich auf Grund vorrangiger Projekte niemals einhalten. Mit etwa 600 Besuchern täglich sind die Zugriffe zwar relativ stabil, der Blog spielt aber nicht unbedingt in der Liga der bekannten Fotografie-Blogs mit."

Was ist Ihnen in der Vermittlung von Know How besonders wichtig, was mögen Sie überhaupt nicht?
M. Wäger: "Im Wesentlichen das, was ich bereits erwähnte: Der Gestalter macht das Design beziehungsweise das Foto. Computer und Kameras sind nur Werkzeuge und Mittel zum Zweck. Dem kann ich vielleicht noch ein paar Kernaussagen hinzufügen.
1) Die oberste Gestaltungsregel lautet: Schauen.
2) Die richtige Antwort auf alle Fragen lautet: Es kommt drauf an.
3) Kurse und Fachbücher zeigen was die Werkzeuge können und welche Techniken damit machbar sind. Wirklich lernen kann man ein Handwerk aber nur durch Praktizieren. Aktuell ist der 11. Werbelehrgang 2015/2016 erneut ausgebucht, ich freue mich bereits auf die Studierenden. "