Interview des Monats

Christina Zwischenbrugger (Jg. 1974) zweifache Mutter, war in Süddeutschland in renommierten Werbeagenturen tätig und gründete 2005 in Ravensburg ihre Designagentur INSTANTIDEE. Seit 2006 hat sie ihren Sitz in Wolfurt und erarbeitet für nationale wie internationale Kunden strategische Kommunikations- und Branddesignlösungen.

Wie sind Sie in Vorarlberg gelandet?
Christina Zwischenbrugger: „Geboren und aufgewachsen bin ich in Schwaben und Oberschwaben, war viel in München, später zog es mich an den Bodensee. Über eine Freundin, die Fotografin in einer deutschen PR-Agentur war, konnte ich auch diese Welt kennenlernen. Ich wusste schon als Kind, welche Richtung ich beruflich einschlagen würde. Die Allgemeine Hochschulreife (1994 mit Auszeichnung „Scheffelpreis der Literarischen Gesellschaft in Karlsruhe“) war der Schlüssel zur verkürzten Ausbildung zum Druckvorlagenhersteller. 2005 habe ich in Ravensburg mein Einzelunternehmen INSTANTIDEE gegründet. Im Herbst 2006 bin ich nach Vorarlberg gezogen, das landschaftlich, kulturell und architektonisch – im Zusammenspiel mit dem Bodensee und den Bergen – eine unvergleichliche Kulisse darstellt.

Warum haben Sie INSTANTIDEE gegründet?
Christina Zwischenbrugger: „Zuerst ist die Idee! Diese Idee gesamtheitlich, bis ins Detail durchdacht umzusetzen, ist mir wichtig. Dabei entstehen wie von selbst die Grafik-und Designkonzepte, im Zusammenspiel von Emotion, Kreativität, Strategie, Individualität und konsequenter Präzision. Gemeinsam mit dem Kunden wird – bewusst und unterbewusst – schrittweise entwickelt, indem Farbe, Typographie und frische, lebendige Bilder sich zum neuen Gestaltungs-Konzept, der Corporate Identity verbinden. Resultat ist eine innovative Synergie, die einen glaubwürdigen, Vertrauen erweckenden und immer individuellen Auftritt in der Öffentlichkeit gewährleistet. In einer Werbeagentur ist es niemals langweilig, die verschiedenen Arbeitsbereiche wechseln sich mehrmals täglich ab, so dass die Arbeit immer spannend bleibt. Man kann sogar sagen, dass es für jeden Kunden den perfekt auf ihn zugeschnittenen Grafikdesigner gibt. Sich in den Prozess, in ein anstehendes Projekt hineinzudenken ist nicht schwer, wenn man mit Herzblut und Freude an den Auftrag heran geht.“

Ein Auszug aus Ihrem Schaffen?
Christina Zwischenbrugger: „10 Jahre lang habe ich für die Überlinger Heilfastenklinik „ Buchinger Wilhelmi“, ehemals „Buchinger Bodensee“ den Printbereich als freie Grafikdesignerin, mehrsprachig entwickelt und umgesetzt – teilweise in Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Agentur „Stankowski + Duschek“ (Markenentwicklung „Deutsche Bank“, „German Design Award“, uvm. …). Für den „Ravensburger Spieleverlag“ habe ich im Packaging frei gearbeitet – zudem als Handmodel. Mein Daumen ist, ein Puzzleteil in die Kamera haltend, zwischenzeitlich seit über 10 Jahren auf allen Verpackungen der Erwachsenen-3D-Puzzles und Puzzlebälle abgebildet. Bis Mai diesen Jahres war ich fast zwei Jahre lang bei der Dornbirner Kommunikationsagentur „Konzett Brenndörfer“ in Teilzeit angestellt. Seit ich im Frühjahr diesen Jahres den internen Pitch der „Hinteregger Unternehmensgruppe“ in Bregenz gewonnen habe, zählt auch sie zu meinen Kunden. Die Homepage und die Geschäftsdrucksachen des „Lustenauer Senf“ sind von mir. Nach wie vor betreue ich langjährig Kunden auch aus Deutschland und der Schweiz, seit 15 Jahren den „Fruchthof Northeim“. 2016 entstanden sind die Corporate Identities der „Eismanufaktur Kolibri“ in Wolfurt und Nofels, der „Dokimo Boutique für Baby- und Kindermode“ am Garnmarkt in Götzis und die der „Maan –Spirituosen“, in Alberschwende.“

Abschließende Frage: Wann ist ein Logo gut?
Christina Zwischenbrugger: „Ein Logo ist gut, wenn es auf den ersten Blick – einprägsam, unverwechselbar und dadurch unvergesslich – die dazugehörende Firma erklärt. Mit einem einprägsamen Firmenlogo werden leichter lukrative, bleibende Geschäftsbeziehungen erschaffen. Ziel eines guten Logos, einer guten Marke, ist die Positionierung am Markt. Durch strategisches, einprägsames Grafikdesign – Branding. Und wenn der Kunde sein Logo, seine Corporate Identity liebt, dann liebt es automatisch auch der Rest der Welt …“

Vielen Dank für das Gespräch!