Interview des Monats

Constance Stickler (Jg. 1975) stieg bereits während ihres Studiums ins Berufsleben ein und sammelte viele Jahre Berufserfahrung als Event-, Projekt- und Produktmanagerin in Wien und Vorarlberg bevor sie sich mit ihrem EPU in Wolfurt selbständig machte. Die zweifache Mutter ist ein kreatives Multitalent:

Ihr Unternehmen hat den klingenden Namen „eh fast alles Projektmanagement und grafik e.U.“?
Constance Stickler: Als ich mich selbständig machte, wollte ich möglichst breit aufgestellt bleiben. Als Werbeagentur kann ich sehr viel abdecken – noch in der Wirtschaftskammer habe ich während der Beratung auf die Frage: „Was machen Sie denn genau...?“ öfter geantwortet: „eh fast alles...“ Ich gebe zu, auch der Kabarettist Gunkl (als „Experte für eh alles“) hat mich ein wenig dazu inspiriert. Beruflich gestartet bin ich in der IT. Ich bin Generalistin und habe anfangs als Assistentin des Vorstands bei ucp, dann als Eventmanagerin bei deren Plattform uboot.com und später als Projekt- und Produktmanagerin gearbeitet. Ich habe international Klingeltöne und Handybilder verwaltet und das CMS für die Dateiverwaltung, das Rechtemanagement und die Abrechnung konzipiert. Bei diversen Projekten habe mich vom Design bis zum Text beim Thema Gestaltung eingebracht, auch schon mal
ganzseitige Anzeigen gestaltet, weil grad sonst niemand Zeit hatte. Ich habe in diesem Unternehmen praktisch 6 unterschiedliche Jobs durchlaufen und habe einen reichen Erfahrungsschatz mitnehmen dürfen.

Danach waren Sie noch bei bwin tätig?
Constance Stickler: Ja, das war eine sehr intensive und spannende Zeit. Ich stieg ein, als wir ein Team von rund 140 Personen waren und als ich das Unternehmen wieder verließ, waren wir bereits auf 1000 Mitarbeitende angewachsen. Bei bwin arbeitete ich als Projektmanagerin fürs Intranet. Gemeinsam mit einer externen Entwicklerfirma wurde das gesamte Intranet neu aufgesetzt und das Projekt erfolgreich gelauncht. Man muss sich das so vorstellen: wir beschäftigten Personen aus 28 Nationen – entsprechend groß waren die sozialen wie technischen
Herausforderungen.


In Vorarlberg gab es ebenfalls einige spannende Stationen?
Constance Stickler: Mein erster Arbeitgeber in Vorarlberg war Teleport – hier fungierte ich als Projektmanagerin für Ländle Auto, Ländle Immo und Ländle Job. Im Anschluss werkte ich bei Massive Art, bis ich zum ersten Mal Mama wurde. Zwei Kinder später war ich u.a. als Teilzeitangestellte bei Webulos und in verschiedenen Vorarlberger Agenturen gearbeitet. Seit 2016 bin ich selbständig mit meinem Unternehmen „eh fast alles projektmanagement und grafik e.U.“, 2017 kam ein weiteres Standbein – WolkenGold - hinzu.

Was ist WolkenGold?
Constance Stickler: Diese Marke habe ich für meine individuelle Hochzeitspapeterie geschaffen. Den Namen hat damals übrigens mein Sohn erfunden. Hier kreiere ich Logos, Text und Grafik und bringe meine Ideen auch bei Ablaufkonzepten etc. ein. Ich arbeite mit beiden Vorarlberger Hochzeitsplattformen gut zusammen. Im „WolkenGold“ kann ich mich höchst kreativ austoben und maßgeschneiderte Einladungen, Menü- und Dankeskarten, Flags und Co gestalten und neue Trends ausprobieren. Materialien wie unterschiedliche Papiersorten, Acrylglas, Karton, Stoff werden bedruckt, graviert oder bestickt. Da ich auch weiterhin meinen gesamten Erfahrungsschatz anbiete, ist mein Unternehmensname „eh fast alles“ wirklich
Programm ☺ (Mehr auf www.wolkengold.at)

Herzlichen Dank für das Gespräch!