Interview des Monats

Die ehemalige Leiterin des Ortsmarketings Lustenau, Mag. Verena Jussel (Jg. 1979), ist seit 1. Juni 2020 für die Kommunikation der Fabrik Lustenau (Rheinstr. 26-27) zuständig. Daneben betreut sie als Projektleiterin das nagelneue Gemeinschaftsbüro „Freiraum“. EPU haben dort ab sofort die Möglichkeit, ein Jahr mietfrei zu arbeiten.

In der Fabrik Lustenau gibt es brandneu einen „Freiraum“ - was dürfen wir uns darunter vorstellen?
Verena Jussel: Seit Jahren leiten Standortentwickler Franz Rüf, Architekt Thomas Klas und Baumeister Christian Läßer die Fabrik Lustenau und bieten unterschiedlichsten Unternehmen einen Standort. Der neue „Freiraum“ umfasst komplett eingerichtete Gemeinschaftsbüros mit Nutzung einer attraktiven Infrastruktur. Insgesamt stehen ca. 200 Quadratmeter auf einer Etage zur Verfügung, die Fläche ist in vier Räume gegliedert. Der Mehrwert liegt in der hohen Flexibilität an Raumnutzung, Besprechungsräumlichkeiten, hochwertigster Druck- und IT-Infrastruktur und temporären Arbeitsplätzen für neue Projekte. Das Büro bietet eine flexible Raumaufteilung, es gibt sowohl Rückzugmöglichkeiten also auch Begegnungszonen. Die Arbeitsplätze sind schön hell und bieten Blickkontakt in die Natur. Auch eine schöne Kaffeelounge, in der man sich zum Pausenkaffee trifft, ist Teil des Konzepts.

Das erste Jahr ist mietfrei - was steckt dahinter?

Verena Jussel: Die aktuelle Wirtschaftskrise stellt ja vor allem kleine Unternehmen vor extreme Herausforderungen. Das war für den erfahrenen Standortentwickler Franz Rüf Anlass, ein attraktives Förderprogramm für Ein-Personen-Unternehmen umzusetzen. Für diese stehen in der Fabrik Lustenau ab sofort zehn hochwertigste Büroarbeitsplätze samt Kommunikationsinfrastruktur für ein Jahr mietfrei zur Verfügung. Sie haben die Chance, in einem interessanten Umfeld zu arbeiten und neue Kontakte zu erfahrenen UnternehmerInnen zu knüpfen – ganz ohne Sorge um Fixkosten. Natürlich freuen wir uns, wenn sie sich bei uns so wohlfühlen, dass sie im Anschluss an das mietfreie Jahr in der Fabrik bleiben wollen – verpflichtend ist das aber nicht.

Welche weiteren Vorteile genießen EPU die sich hier bewerben?
Verena Jussel: Die Stimmung in der Fabrik ist wirklich gut, es gibt hier einen echten Zusammenhalt. Da viele Unternehmen Büros gekauft haben, gibt es statt häufigem Mieterwechsel ein stabiles Netzwerk. Im Restaurant „Olive“ – das sozusagen das Herz des Areals ist – wird größtenteils „bio“ gekocht. Dank dem großzügigen Sponsoring der Firma Obrist übrigens zu normalen Preisen. Es gibt einen gemeinsamen Auftritt nach Außen auf www.fabrik-lustenau.at, und auch regelmäßig gemütliche Feste und Zusammenkünfte.

Auch die nachhaltige Ausstattung ist überzeugend?

Verena Jussel: Nachhaltigkeit ist allen im Areal ein großes Anliegen und so war es von Anfang an klar, dass in den neuen Büros nur hochwertigste Materialien verwendet werden. Die Firmen beziehen ihren Strom von der hauseigenen Photovoltaikanlage. Auch auf Ästhetik wurde bei der Gestaltung größten Wert gelegt: Robert Rüf, Designer aus Wien mit Bregenzerwälder Wurzeln hat zusammen mit Martin Schnabl (bE Studio) die Inneneinrichtung für die neuen Büros entworfen. Es sind Möbel aus Vollholz und anderen ökologischen Materialien wie etwa Filz, die ausschließlich von heimischen Handwerkern gefertigt wurden.

Anmerkung: Der Freiraum in der Fabrik Lustenau wird am 8. Oktober 2020 eröffnet, Bewerbungen für ein mietfreies Jahr sind ab sofort möglich: www.fabrik-lustenau.at