Interview des Monats

Simon Ender ist Geschäftsführer der Agentur Ender Werbung in Lustenau und Organisator des diesjährigen Vorarlberger Werbepreises, des AdWin 2013. Unter dem Motto „pure Kreativität“ sind Vorarlbergs Kreative aufgefordert, ihre Arbeiten einzureichen.

Herr Ender, der AdWin ist ein Leistungsbeweis der Kreativität der Vorarlberger Werbe- und Kommunikationsszene. Wodurch zeichnet sich der diesjährige Wettbewerb aus?

Beim AdWin 2013 dreht sich alles um pure Kreativität. Der Wettbewerb und die Leistungsschau stehen im Mittelpunkt. Deutlich wird das auch durch die Gestaltung. Am Anfang jeder Umsetzung steht das leere, weiße Blatt Papier. Ideen nehmen in den Köpfen der Kreativen Gestalt an und werden auf dem Papier Wirklichkeit. Dabei zeigt sich Kreativität in ihrer reinsten Form. Durch Reduktion auf das Wesentliche stellt der Vorarlberger Werbepreis kreative Köpfe ins Rampenlicht und zeigt große Ideen – klar, rein und authentisch.

Welche Kategorien und Juroren sind heuer dabei?

In 16 Kategorien und zwei Sonderkategorien können Vorarlbergs Kreative ihre Projekte einreichen. Zum ersten Mal ist dieses Jahr die Fachgruppe der Vorarlberger Berufsfotografen durch die Sonderkategorie „Fotografie“ vertreten. Rudi Kobza, unter anderem Geschäftsführer der Wiener Werbeagenturen Lowe GGK, McCann und Draftfcb, ist neuer Jury-Vorsitzender. Weitere Mitglieder des Gremiums sind: Zarife Kamaraj, Herbert Rohrmair-Lewis, Tom Jank und Bert Ziegler. Kompetente Unterstützung aus dem Bereich Fotografie erhält die Jury von dem renommierten Fotografen Klaus Andorfer aus Zürich.

Sie und Ihr Team richten den AdWin heuer zum ersten Mal aus. Was hat die Organisation des Werbepreises für eine Bedeutung für Ihre Agentur?

Regionale und nationale Auszeichnungen sind gerade in der Kommunikationsbranche ein wichtiger Bestandteil für die Beurteilung des Leistungsspektrums. Der Vorarlberger Werbepreis nimmt einen beachtlichen Stellenwert in der Branche ein. Die namhaften Jurymitglieder und die ausgezeichneten Teilnehmer-Projekte der letzten Jahre sprechen für sich. Der AdWin unterstreicht die Qualität der lokalen Werbetreibenden. So ist die Ausrichtung des Vorarlberger Werbepreises nicht nur ein ausgezeichnetes Referenzprojekt, sondern auch ein prestigeträchtiger Job für mich und mein Team. Wir können zeigen, was wir können, unsere eigene Kreativität beweisen und im gleichen Zuge auch unsere Bekanntheit erhöhen.

Welche Erwartungen haben Sie an den AdWin 2013 und die Einreichungen?

Kaum ein Berufsstand wandelt sich so schnell wie die Kommunikationsbranche. Niemand kann genau sagen, was als Nächstes kommt und wohin sich die Branche entwickelt. Die Aussagen der Meinungsbildner/innen beweisen nur eines – nichts ist fix und alles ist möglich. Was heute „State of the Art“ ist, kann morgen schon überholt sein. Deshalb ist es schwer, etwas in diese Richtung zu sagen. Was sich jedoch zeigt, ist ein Umbruch seit dem AdWin 2011. Die Technik macht schnelle Fortschritte – deshalb ist die Bedeutung des Bewegtbilds sehr stark gestiegen und fast nicht mehr wegzudenken. Videos sprechen die Menschen mittlerweile sogar in Zeitungen und Magazinen, die auf mobilen Endgeräten erscheinen, an. Genauso werden die crossmedialen Ansätze, die beispielsweise Werbung in Print und Online verbinden, zukünftig noch wichtiger.

Was wir uns für den AdWin 2013 erwarten, sind über 40 teilnehmende Agenturen und rund 250 Einreichungen mit aussagekräftigen Projekten und erstklassigen Umsetzungen. Wir sind gespannt, wie die hochkarätige Jury die Leistungen der Vorarlberger Werber/innen bewertet.