Interview: Gerd Endrich

Gerd Endrich wurde mit 1. März 2012 zum neuen zentralen Chefredakteur des ORF Vorarlberg ernannt. Er ist seit 27 Jahren durchgehend im Landesstudio Vorarlberg tätig. Endrich berichtet von den neuen Plänen im Landesstudio und womit man sein Interesse weckt.

Erstmals liegt die redaktionelle Leitung von Programm- und Nachrichtenredaktion für Fernsehen, Radio und Online in einer Hand – eine große Herausforderung. Was dürfen sich Seher, Hörer und User erwarten?

Die Konsumenten von ORF Vorarlberg werden sich auf Top-Informationen in allen drei Medien Radio, Fernsehen und Internet aus Vorarlberg und der Umgebung verlassen können. Seriöser, ausgewogener und mutiger Journalismus soll die Hintergrundinformationen bieten, die zum besseren Verständnis komplexer Themen notwendig sind. Vorarlberg und die gesamte Region sollen mit all ihren Facetten und in ihrer gesamten Vielfalt abgebildet werden. Auch mit einer verstärkten Live-Berichterstattung sowohl im Radio als auch im Fernsehen werden wir den Kontakt zu den Menschen suchen.

 

Was treibt Sie in Ihrem Beruf als Journalist an?
Vor allem die Neugier. Was passiert rund um mich herum, welche Entscheidungen werden von Politikern etc. gefällt, die mich persönlich betreffen, und warum? Das Hinterfragen, das Gegenüberstellen von Meinungen, Erklärungen zu verlangen – das sind Punkte, die den Beruf des Journalisten spannend machen.

 

Wenn Sie Presseaussendungen zugeschickt bekommen, womit kann man Ihr Interesse am ehesten wecken?
Für Journalisten, die bei elektronischen Medien Fernsehen, Radio und Internet arbeiten, zählt vor allem der Neuigkeitswert. Was vergangene Woche neu war, kann heute schon überholt sein. Je weiter zurückliegend desto uninteressanter. Wichtig ist auch die direkte Betroffenheit der Menschen. Nichts gegen Statistiken oder Ähnliches, aber die Aufmerksamkeit der Menschen bekommen Journalisten mit ihren Beiträgen vor allem dann, wenn sie Themen transportieren, die die Menschen direkt betreffen und über die die Menschen dann reden.