Interview des Monats

Mit Oktober 2015 übernahm Theresa Feurstein die operative Leiterin des designforums Vorarlberg, mit Ende des Jahres verlässt die vielseitige Schwarzenbergerin das designforum. Zeit für ein Abschlussinterview und eine Standortbestimmung:

Eine kleine Zwischenbilanz, wo steht das designforum Vorarlberg heute?
Theresa Feurstein: "Das designforum Vorarlberg hat sich von 2010 bis heute immer weiter zu einer wichtigen Plattform für Design bzw. für die Kreativwirtschaft in Vorarlberg etabliert – vor allem auch dank der tollen Aufbauarbeit meiner Vorgängerin Isabella Natter-Spets. Wir konnten natürlich auch in den letzten drei Jahren seit denen ich die Leitung des designforum Vorarlberg übernehmen durfte, das Netzwerk weiter stärken, wunderbares Design zeigen und darüber diskutieren. Zudem wurden viele wertvolle Kooperationen mit Unternehmen, aber auch mit Institutionen wie dem Werkraum Bregenzerwald, der POTENTIALe Feldkirch usw. in die Wege geleitet und gemeinsame Projekte umgesetzt. Mit großen und auch kleinen Veranstaltungsformaten, Wettbewerben, Vorträgen usw. haben wir versucht, unserer Mission als Werkstatt, Schauraum und Marktplatz für Design gerecht zu werden. Das wird sicher auch die nächsten Jahre so weitergehen!"

Nach mehr als drei Jahren als operative Leiterin verlassen Sie das designforum. Was waren Ihre wichtigsten Meilensteine?

Theresa Feurstein: "Also eines der schönsten und auch größten Projekte war für mich persönlich sicher der Leuchtendesignwettbewerb für Jugendliche „MWANGA“, bei dem wir gemeinsam mit Kairos über 200 Jugendliche und Kinder dazu motivieren konnten, Leuchtentwürfe für ein gemeinnütziges Projekt zu entwickeln und dann auch tatsächlich zu bauen… wir hatten tolle Partner wie die VKW, das Energieinstitut und Zumtobel. Die Leuchten wurden im Rahmen eines professionellen Auswahlverfahrens juriert und an die Sieger Preise vergeben. Wir hielten Workshops in Schulen ab, es ist eine Ausstellung entstanden, die wir mit Jugendlichen erarbeitet hatten usw. Das war ein sehr wertvolles und schönes Projekt. Oder auch das von Isabella und mir (nach Vorbild eines Formats der Weigh Station in Bozen) entwickelte Format COUNT FIFTEEN, das wir gemeinsam mit der startupstube der FH Vorarlberg umsetzen. www.count15.at – unbedingt reinschauen, es gibt noch ein paar Restplätze!"

Sie nehmen sich vorerst eine kleine Auszeit. Darf man wissen, wohin Ihre berufliche Reise nach so unterschiedlichen und spannenden Stationen wie dem Vorarlberger Landestheater und dem designforum in Zukunft geht?

Theresa Feurstein: "Ach, das werden Sie dann schon sehen - irgendwann. Bislang gibt es mehrere Optionen, aber es ist noch nichts spruchreif. Auf jeden Fall möchte ich mich da jetzt auch einfach mal nicht stressen lassen…"

Ihre Vorgängerin Isabella Natter-Spets fungiert weiterhin als Kuratorin und externe Beraterin?

Theresa Feurstein: "Ja genau. Bei Bedarf steht sie dem designforum Vorarlberg noch zu Verfügung. Allerdings wird es sehr wohl auch ein neues Gesicht des designforum Vorarlberg geben. Wir stecken aktuell in den Bewerbungsgesprächen und ich bin mir sicher, es wird vielversprechend weitergehen mit dem designforum Vorarlberg. Gerade auch hinsichtlich der neuen Entwicklungen (Postgarage!), die den CAMPUS V bzw. die Kreativwirtschaft Vorarlbergs noch weiter stärken werden. Ich bin total gespannt und werde dem designforum Vorarlberg selbstverständlich als Besucherin treu bleiben.

An dieser Stelle abschließend ein herzliches DANKE an alle, die mich in den letzten Jahren unterstützt haben. Ich ziehe den Hut :-)"

Wir wünschen alles Gute für die Zukunft!