Glücksspielabgabe

Grundsätzlich ist das Recht zur Durchführung von Glücksspielen in Österreich dem Bund vorbehalten. Es gibt Ausnahmen.

Ausgenommen vom Glücksspielmonopol sind unter anderem Gewinnspiele und Preisausschreiben – unter der Voraussetzung, dass es keine entgeltlichen Spiele sind.

Solche Spiele unterliegen seit dem 1.1.2011 einer Abgabe von 5 Prozent des in Aussicht gestellten Gewinns. Achtung: Wenn der Veranstalter den vorherigen Kauf einer Ware zur Bedingung macht oder für die Ware einen höheren Preis verlangt als gewöhnlich, braucht er eine Konzession nach dem Glücksspielgesetz. Gleiches gilt, wenn das Spiel über eine Telefon-Mehrwertnummer abgewickelt wird - und somit die Spielteilnahme nicht mehr kostenlos ist. Verstöße gegen diese Regelungen können mit einer Geldstrafe bis zu 22.000 Euro bestraft werden. Bei gewerblicher Durchführung liegt zudem eine Straftat nach dem Strafgesetzbuch vor

Schuldner der Glücksspielabgabe sind die Vertragspartner des Spielteilnehmers sowie die Veranstalter, die die Ausspielung organisieren. Die Abgabe ist selbst zu berechnen und bis zum 20. des folgenden Kalendermonats an das Finanzamt für Gebühren, Verkehrssteuern und Glücksspiel zu entrichten. Zusätzlich ist eine Abrechnung über die abzuführenden Beträge in elektronischer Form vorzulegen.


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Nach aktueller Judikatur des EuGH ist bei der Beurteilung von Zugaben nach UWG eine Unterscheidung zu treffen, ob sich ein Gewinnspiel an Verbraucher oder aber an Unternehmer richtet. Dementsprechend unterschiedlich ist auch die rechtliche Beurteilung der Zugaben. Diese und andere rechtliche Themengebiete klärt der aktuelle Leitfaden ausführlich und kompakt.

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