Werbeabgaben

Seit dem Jahr 2000 gibt es in Österreich eine Werbeabgabe in Höhe von fünf Prozent. Diese Form der generalisierten Werbesteuer ist weltweit einzigartig und ein Wettbewerbsnachteil für den Wirtschaftsstandort Österreich. Der Werbeabgabe unterliegen Werbeleistungen, soweit sie im Inland gegen Entgelt erbracht werden.

Sie ist – analog dem Verfahren der Umsatzsteuervoranmeldung – vom „Werbeleister“ monatlich bis zum 15. des zweitfolgenden Kalendermonats nach Erbringung der Werbeleistung zu entrichten (Selbstbemessung). Die Jahreserklärung ist bis zum 31. März des Folgejahres beim Finanzamt einzureichen.
Als Werbeleistungen gelten zum Beispiel Werbeeinschaltungen in Druckwerken im Sinne des Mediengesetzes, inklusive Direktwerbung (Prospektverteilung). Gleiches gilt für Werbeeinschaltungen in Hörfunk und Fernsehen
Hingegen fallen diese Formen nicht unter die Werbeabgabe: Persönlich adressierte Mailings, Werbung im Internet oder „Eigenwerbung“ (etwa wenn sich eine Zeitung in der Zeitung selbst bewirbt), Wortanzeigen im Fließtext, Veröffentlichungen entsprechend gesetzlicher oder gerichtlicher Verpflichtungen, Traueranzeigen, Geburtsanzeigen, Hochzeiten…

Es gibt Ausnahmeregelungen. So zahlen beispielsweise gemeinnützige Sportvereine als Veranstalter und Werbeleister keine Werbeabgabe.

Der Fachverband Werbung und Marktkommunikation hat die am häufigsten gestellten Fragen zur Werbeabgabe in einem Fragenkatalog zusammengefasst. In diesem Dokument finden sich auch konkrete Rechenbeispiele.

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